Polizeipräsidium Aalen

POL-AA: Schwäbisch Gmünd: Wurde ein Kind in die Rems geworfen? Erfolglose Suchaktion in der Nacht wird heute fortgesetzt

Kinderschlafsack, der im Bereich des Tatortes gefunden wurde

Aalen (ots) - Am Dienstagabend meldete ein 42-jähriger Mann der Polizei eine Beobachtung, die den Verdacht begründete, dass ein Kind in die Rems geworfen worden war. Die Polizei leitete sofort umfangreiche Suchmaßnahmen ein. Die parallele Bewertung der ersten Erkenntnisse ergab, dass eine Ernsthaftigkeit der Angaben des Hinweisgebers unterstellt werden musste. Unmittelbar nach Eingang der Meldung um 23.04 Uhr wurde die Suche aufgenommen und mit immer stärkeren Kräften bis um 3.40 Uhr aufrechterhalten. Die Suche wurde ergebnislos abgebrochen und soll heute Morgen (Mittwoch, 19.2.) fortgesetzt werden.

Der 42-Jährige berichtete, dass er gegen 23 Uhr im Bereich der Fußgängerbrücke über Rems und Remsstraße (Sägbock) zunächst lautes Babygeschrei gehört habe. Kurz darauf habe er eine Frau auf der Überführung beobachtet, die den Abgang in Richtung Remsstraße genommen habe. Gleichzeitig habe er ein lautes "Platschen" gehört, ein Geräusch, wie es beim Aufschlagen eines Gegenstandes auf eine Wasseroberfläche entsteht. Gleich darauf habe er auf der Treppe einen Kinderschlafsack gefunden. Die Frau sei weitergegangen, wohin habe er nicht beobachtet. In ihrer Gesamtheit wurde die Schilderung des Zeugen als so plausibel bewertet, dass eine umfangreiche Suchaktion eingeleitet wurde. Der Kinderschlafsack wurde anschließend durch die Polizei gefunden und sichergestellt.

Die Polizei war mit insgesamt bis zu 15 Streifen aus dem gesamten Bereich des Aalener Präsidiums an der Suche beteiligt. Eingesetzt waren neben den Streifen der Polizeireviere auch zwei Besatzungen Polizeihundeführer und Beamte des Gmünder Kriminaldauerdienstes. Die Gmünder Feuerwehr unterstützte den Einsatz durch Suchkräfte zu Fuß und mit einem Boot und durch Ausleuchtung des Suchraumes. Vorsorglich wurden Rettungssanitäter und Notarzt vor Ort in Bereitschaft versetzt. Die DLRG schickte Strömungsretter, die von der vermeintlichen Einwurfstelle bis zum Fehrlesteg die Rems flussabwärts absuchten. Mehrere tiefe Stellen im Flusslauf wurden zusätzlich durch Taucher aus dem Präsidium Einsatz abgesucht. Zu Fuß wurden durch die Feuerwehr weitere, seichte Flussabschnitte im Einmündungsbereich des Josefsbachs bis in den Bereich der Lorcher Straße abgesucht. Der Polizeihubschrauber suchte die relevanten Bereiche mit der Wärmebildkamera ab. Noch in der Nacht wurde verschiedenen Hinweisen aus der Bevölkerung nachgegangen. Die Suchmaßnahmen wurden um 3.40 Uhr beendet und werden am Mittwochvormittag fortgesetzt.

Die Polizei bittet die Bevölkerung dringend um Hinweise:

Gesucht wird die Frau, die gegen 23 Uhr aus Richtung Lindenfirst die Fußgängerüberführung am alten Schlachthaus benutzte oder Zeugen, die Hinweise auf die Fußgängerin machen können.

Die Polizei sucht Personen, die Hinweise zum abgebildeten Kinderschlafsack machen können.

Zudem wird JEDER, der zwischen 22.30 Uhr und 23.30 Uhr im Bereich der Fußgängerüberführung unterwegs war gebeten, sich zu melden, unabhängig davon, ob sie bewusst Beobachtungen gemacht haben oder nicht. Insbesondere kommen hier die Bereiche Lindenfirststraße/Becherlehen/Pfitzerstraße im nördlichen Bereich und die Remsstraße mit Übergängen in die Innenstadt im südlichen Bereich in Frage.

Zudem kann jeder Hinweis auf eine Frau, die in den Abendstunden mit einem Kind unterwegs war, hilfreich sein.

Hinweise werden von der Polizei in Schwäbisch Gmünd unter der Telefonnummer 07171/3580 entgegen genommen.

Die Suchaktion wird am Mittwoch, ab circa 10.00 Uhr fortgesetzt. Ansprechpartner vor Ort ist Herr Kohn von der Pressestelle, Tel.: 0171/2266100

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E-Mail: aalen.pp.stab.oe@polizei.bwl.de
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