Polizeiinspektion Anklam

POL-ANK: Internetkriminalität - Versuchter Betrug

Wolgast (ots) - Beamte des Kriminaldauerdienstes der Polizeiinspektion Anklam und der Gemeinsamen Diensteinheit (GDE - Bekämpfung Grenzkriminalität) nahmen am Sonntagnachmittag in Wolgast drei Männer im Alter von 21, 21 und 23 Jahren vorläufig fest. Die Männer, zurzeit in Italien mit Aufenthaltstitel gemeldet und gebürtig in Ghana bzw. Brasilien, wer-den beschuldigt, im großen Stil einen Betrug versucht und Daten ausgespäht zu haben. Der bislang bekannte nicht eingetretene Schaden hätte sich wegen 36 neuwertiger Handys auf 6.000 Euro belaufen. Weitere vier Pakete lagen noch für den Versand bereit. Alles begann in einem sozialen Netzwerk, als eine in Wolgast wohnhafte 56-jährige Frau im Januar 2014 plötzlich von einem "Amerikaner" gebeten wurde, über ihren Namen und Anschrift Waren liefern zu lassen. Die "bezahlten Waren", so die Vorgabe, würden abgeholt und armen Menschen in Amsterdam zugute kommen. Die Geschädigte ließ sich darauf nicht ein, dennoch bekam sie am Samstag drei Pakete eines Katalogversandes zugestellt. Zugleich ereilte sie die Nachricht, dass nunmehr die Sendungen am Sonntagnachmittag abgeholt werden. Die sofort informierte Polizei bezog in der Fischerstraße Stellung und nahm die Männer, die keinen Widerstand leisteten, vorläufig fest. Die Beschuldigten äußerten sich kaum bzw. gar nicht zu den Tatvorwürfen. Die Ermittlungen dauern an. In diesem Zusammenhang weißt die Polizei darauf hin, dass Internetbetrüger über ausgespähte Daten immer wieder versuchen, Internutnutzer für ihre Zwecke zu missbrauchen. Nichtsahnend geraten so auch die Opfer zu allererst u. a. wegen des Betrugverdachts in den Blickpunkt der kriminalpolizeilichen Ermittlungen. Ganz zu schweigen vom Ärger, der sich mit dem Versandhandel wegen offener Rechnungen ergibt. Grundsätzlich empfiehlt sich daher, die Annahme von nicht bestellten Waren abzulehnen.

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