POL-HWI: 30 Geschwindigkeitsüberschreitungen und vier positive Drogenvortests

Zickhusen / B 106 (ots) - Polizeibeamte der Polizeiinspektionen Wismar und Ludwigslust führten heute zwischen 13 und 18 Uhr unfallschwerpunktorientiert eine größere stationäre Kontrolle an der B 106 in Richtung Schwerin kurz vor Zickhusen durch. Insgesamt 17 Polizisten kontrollierten über 450 Verkehrsteilnehmer hinsichtlich ihrer Fahrtüchtigkeit und der Einhaltung der vorgeschriebenen Geschwindigkeit.

Zur Durchführung der Kontrollmaßnahmen und zur Vermeidung einer Gefährdung des nachfolgenden Straßenverkehrs wurde auf der B 106 durch Verkehrsschilder die Geschwindigkeit von 100 km/h durch einen Geschwindigkeitstrichter auf 40 km/h begrenzt. Die Beamten maßen in knapp fünf Stunden 30 Fahrzeugführer mit einer zu hohen Geschwindigkeit. Statt der erlaubten 40 km/h war der schnellste Fahrer mit 90 km/h unterwegs gewesen. Er und 17 weitere Fahrer bzw. Fahrerinnen müssen mit einem Bußgeld, Punkten in Flensburg und zum Teil mit einem Fahrverbot rechnen. Eine Fahrerin und ein Fahrer waren darüber hinaus nicht im Besitz einer erforderlichen Fahrerlaubnis und müssen nun mit einem Strafverfahren rechnen. Zwei weitere Fahrer überholten in dem Waldstück, obwohl durch ein Verkehrszeichnen ein Überholverbot ausgewiesen ist.

Neben den festgestellten Geschwindigkeitsverstößen überprüften die Beamten auch die Fahrtüchtigkeit der Fahrzeugführer. Bei vier Fahrern zeigte ein durchgeführter Drogenvortest ein positives Ergebnis an. Bei einer anschließenden Durchsuchung eines Fahrzeugs fand die Polizei darüber hinaus auch ein Einhandmesser. Dies stellt einen Verstoß nach dem Waffengesetz dar. Bei allen positiv getesteten Männern wurde eine Blutprobenentnahme durchgeführt und die Weiterfahrt untersagt.

Die Polizeiinspektion Wismar verzeichnete bereits seit Anfang des Jahres acht Unfälle, bei denen der Verdacht einer rauschmittelbedingten Unfallursache vorliegt. Von den acht Unfällen waren in fünf Fällen die Fahrer leicht bis schwer verletzt. Die Fahrerinnen und Fahrer gefährden jedoch durch dieses Verhalten nicht nur sich selbst, sondern auch Andere. So schädigte beispielsweise ein 26-Jähriger am Valentinstag einen Hauseigentümer, als er mit seinem Fahrzeug in Sülsdorf von der Fahrbahn abkam und gegen dessen Gebäude fuhr. Er hatte einen Atemalkoholwert von 2,07 Promille. Zur Verhinderung bzw. Verringerung der Unfälle mit verletzten oder sogar getöteten Personen kontrolliert die Polizei immer wieder verstärkt zu den Hauptunfallursachen. Dazu zählt neben unangepasster Geschwindigkeit auch der Einfluss von alkoholischen oder anderen berauschenden Mitteln.

Bereits seit vergangenen Montag, den 22. Februar, stellten die Beamten der Polizeiinspektion Wismar insgesamt 19 Fahrerinnen und Fahrer unter dem Einfluss von Alkohol oder anderen berauschenden Mitteln fest. Allein am 23. Februar reagierte bei sechs Fahrern und einer Fahrerin ein Vortest positiv. Zwei Fahrer wurden dabei in einer stationären Kontrolle, an der gleichen Kontrollstelle von heute, unter dem Einfluss von THC festgestellt. Zwei weitere stoppten die Beamten unter Drogeneinfluss in Dassow. Zwei Drogenvorteste reagierten positiv auf Amphetamine bei einem Fahrer in Grevesmühlen und einer Fahrerin in Roggendorf. Zwischen Damshagen und Klütz musste ein 51-Jähriger seinen Audi stehen lassen, als die Beamten einen Atemalkoholwert von 1,22 Promille feststellten. Am Montag, den 29. Februar, gelang es Polizisten aus Wismar bereits am Vormittag drei Fahrer in Wismar und Grevesmühlen zu stoppen. Der Drogenvortest reagierte positiv auf THC bzw. auf Kokain. Auch zukünftig wird die Polizei schwerpunktmäßige Kontrollen durchführen um Fahrzeugführer weiter zu sensibilisieren und die schweren Unfälle weiter zu verringern.

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