Polizeiinspektion Wismar

POL-HWI: Achtung versuchter Trickdiebstahl

Wismar (ots) - Am Morgen des heutigen Tages klingelte ein angeblicher Klempner in Neukloster an der Wohnungstür einer 90-jährigen Frau und gab vor, von autorisierter Stelle mit dem Entlüften der Heizungsanlage beauftragt worden zu sein. In der Wohnung beschäftigte er die Bewohnerin dann damit, einen Lappen festzuhalten, den er zuvor um ein Heizkörperventil gewickelt hatte. Auf diese Weise hatte er freie Bahn und konnte sich auf der Suche nach Geld unbeobachtet in der Wohnung bewegen. Einige Minuten später kehrte er scheinbar erfolglos zu der Frau zurück und bat sie, ihm einen 50 EUR-Schein zu wechseln. Als der Mann sah, dass die Frau das Portmonee bei sich trug, verließ er unter dem Vorwand, das Wasser wieder aufdrehen zu wollen, eilig die Wohnung. Die Frau schöpfte nun Verdacht und prüfte den Wasserdruck. Dabei stellte sie fest, dass das Wasser nicht, wie von dem Mann behauptet, abgestellt war und informierte die Polizei. Den jungen Mann beschrieb sie folgendermaßen: ca. 175, ca. 20 Jahre, norddeutsche Mundart, schlank, rundes Gesicht, auffallend gelbe Zähne, dunkle Hose, schwarze Jacke. Bei dem beschriebenen Sachverhalt dürfte es sich um den Versuch eines Trickdiebstahls gehandelt haben. Wie hier ersichtlich sind Trickdiebe erfinderisch und schauspielerisch begabt. Deshalb hier einige Tipps der Polizei:

   -Lassen Sie keine Fremden in die Wohnung! 

-Lassen Sie Handwerker nur dann herein, wenn Sie sie selbst bestellt haben oder wenn sie von der Hausverwaltung angekündigt worden sind.

-Sehen Sie sich Besucher vor dem Öffnen durch den Türspion oder mit einem Blick aus dem Fenster an und machen Sie von Ihrer Türsprechanlage Gebrauch. Öffnen Sie die Wohnungstür niemals sofort

   -Legen Sie immer Sperrbügel oder Sicherheitskette an. 

-Ziehen Sie telefonisch eine Nachbarin oder einen Nachbarn hinzu, wenn unbekannte Besucher vor der Tür stehen, oder bestellen Sie die Besucher zu einem späteren Termin, wenn eine Vertrauensperson anwesend ist.

-Überlegen Sie bei angeblicher hilfebedürftiger Lage von Fremden an der Tür (Beispiel: Bitte um Schreibzeug oder um ein Glas Wasser): Woher sollte der Nachbar die Besucher wirklich kennen? Warum wenden sich die Besucher im Notfall nicht an eine Apotheke, eine Gaststätte oder ein Geschäft, sondern an eine (abgelegene) Privatwohnung?

-Machen Sie bei hilfebedürftiger Lage von Fremden an der Tür das Angebot, selbst nach Hilfe zu telefonieren oder das Gewünschte (Schreibzeug, Glas Wasser etc.) hinauszureichen, und halten Sie dabei die Tür geschlossen.

-Fordern Sie von Amtspersonen immer den Dienstausweis und prüfen Sie ihn sorgfältig (nach Druck, Foto und Stempel).

-Rufen Sie beim geringsten Zweifel bei der Behörde an. Suchen Sie dazu die Telefonnummer selbst heraus und ziehen Sie telefonisch eine Nachbarin oder einen Nachbarn hinzu.

-Wehren Sie sich gegen zudringliche Besucher notfalls auch energisch.

   -Sprechen Sie sie laut an und rufen Sie um Hilfe. 

-Pflegen Sie Kontakt zu älteren Mitbewohnerinnen und Mitbewohnern. Machen Sie ihnen das Angebot, bei fremden Besuchern an der Wohnungstür zur Sicherheit hinzuzukommen, und übergeben Sie für solche Fälle die eigene Telefonnummer.

Rückfragen bitte an:

Polizeiinspektion Wismar
Axel Köppen
Kriminalhauptkommissar
Telefon: 03841/203-304
E-Mail: pi-wismar@t-online.de
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