Polizeipräsidium Neubrandenburg

POL-NB: Asylbewerber in Anklam angegriffen und verletzt - eingerichtet Ermittlungsgruppe arbeitet auf Hochtouren -

Neubrandenburg (ots) - Am Abend des 10.11.2014 gegen 22:30 Uhr kontrollierten Polizeibeamte des Polizeihauptreviers in Anklam im Rahmen der Streifentätigkeit einen jungen Mann und überprüften zwei, von ihm geschobene Fahrräder. Bei der Überprüfung teilte der 27-jährige Asylbewerber aus Afghanistan mit, dass er und zwei Begleiter kurz zuvor am Bahnhof von einer Personengruppe angegriffen wurden. Sofort überprüften die Einsatzkräfte das Gelände am und um den Bahnhof, konnten jedoch keine Personen mehr feststellen. Beim Aufsuchen der drei Geschädigten im Asylbewerberheim in Anklam wurden Verletzungen festgestellt, die eine ärztliche Versorgung notwendig machten. Ein Rettungswagen brachte sie ins Klinikum. Nach einer ambulanten Behandlung wurden die Geschädigten wieder entlassen und durch die Beamten zum Hergang des Angriffs befragt.

Demnach waren die Drei gemeinsam gegen 21:30 Uhr mit dem Zug in Anklam angekommen. In der Nähe des Busbahnhofs wurden sie aus einer Gruppe heraus zunächst angesprochen, dann beschimpft und fremdenfeindlich beleidigt. Weiter hätten die Personen dann auf die drei Geschädigten eingeschlagen. Eine Person soll dabei sogar mit einem Messer gedroht haben. Den drei Asylbewerbern gelang die Flucht. Zwei der Geschädigten, ein 28-jähriger Mann aus dem Iran und ein 21-Jähriger aus Afghanistan, begaben sich zum Asylbewerberheim. Der 27-jährige afghanische Staatsangehörige entschloss sich, die zurückgelassenen Fahrräder zu holen und wartete bis die Personengruppe nicht mehr vor Ort war. Beim Überqueren des Parkplatzes am Ärztehaus fuhr, nach ersten Angaben des Geschädigten, mehrmals ein PKW auf ihn zu, so dass er sich nur durch einen Sprung zur Seite habe retten können. Wenig später wurde der Geschädigte dann durch die Beamten mit den zwei Fahrrädern angetroffen.

In der Nacht sicherten die Beamten die ersten Spuren am Tatort und nahmen eine Anzeige auf.

Am Morgen des heutigen Tages wurde in der Kriminalpolizeiinspektion Anklam umgehend eine Ermittlungsgruppe unter Leitung des polizeilichen Staatsschutzes eingerichtet. Die Beamten ermitteln nun mit dem Verdacht der gefährlichen Körperverletzung, der Bedrohung und des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.

Gegenwärtig laufen die Ermittlungen zu der Personengruppe, die sich am gestrigen Abend gegen 21:30 Uhr am und um den Bahnhof in Anklam auf gehalten haben soll auf Hochtouren. Dieser Gruppe sollen fünf männliche und drei weibliche Personen angehören.

Des Weiteren fahndet die Polizei in Anklam nach einem roten PKW Ford KA mit Anklamer Kennzeichen und dem entsprechenden Fahrer. Ob der Fahrer der 8-köpfigen Gruppe zuzuordnen ist, wird dabei geprüft.

Reisende und Bürger aus Anklam, die entsprechende Beobachtungen am gestrigen Abend auf und um das Gelände des Anklamer Haupt- bzw. Busbahnhofs gemacht haben, können die Polizei mit Ihren Angaben unterstützen. Solche Hinweise zum Geschehen werden dringend erbeten und in der Einsatzleitstelle des Polizeipräsidiums Neubrandenburg unter 0395/5582-2224, über die Internetwache unter www.polizei.mvnet.de und in der nächstgelegenen Polizeidienststelle entgegen genommen.

Über weitere Ermittlungsschritte wird unaufgefordert nachberichtet.

Rückfragen bitte an:

PHK Andreas Scholz
Polizeipräsidium Neubrandenburg
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Telefon: 0395/5582-2040
Fax: 0395/5582-2006
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