Polizeipräsidium Neubrandenburg

POL-NB: Erneuter Rückgang der Straftaten im Bereich des Polizeipräsidiums Neubrandenburg für das Jahr 2013

PP Abramowski

Neubrandenburg (ots) -

   -Gesamtstraftatenaufkommen im Zuständigkeitsbereich um 4,7 % 
gesunken 
   -Erneuter Rückgang der Diebstahlsdelikte um weitere 1.952 Fälle 
   -Anstieg der Wohnungseinbruchsdiebstähle und der 
Computerkriminalität 
   -Rückgang der Gewaltdelikte um mehr als 13% 

Fallzahlen:

Für das Jahr 2013 ist für den Bereich des Polizeipräsidiums Neubrandenburg erneut ein Rückgang der Straftaten zu verzeichnen. Die Straftaten haben sich innerhalb des Polizeipräsidiums Neubrandenburg auf 52.329 erfasste Fälle reduziert. Im Jahr 2012 wurden noch 54.895 Straftaten registriert. Das entspricht einer Abnahme der Fallzahlen um 4,67 %. Seit 2003 sind diese um 35,83 % gesunken.

In vielen Kriminalitätsbereichen konnte durch vielfältige polizeiliche Maßnahmen das Deliktsaufkommmen in 2013 deutlich gesenkt werden. Landesweit ist ein Anstieg im Bereich Wohnungseinbruchsdiebstahl zu verzeichnen. Dieser Trend spiegelt sich auch im Bereich des Polizeipräsidiums Neubrandenburg wider. Jedoch ist zu bemerken, dass die Kriminalitätsbelastung in diesem Bereich weit unter dem Bundesdurchschnitt liegt.

Häufigkeitszahl:

Die Häufigkeitszahl, das ist die gemessene Kriminalitätsbelastung pro 100.000 Einwohner, sank präsidiumsweit von 7.376 im Jahr 2012 auf 7.195 im Jahr 2013. Im Rückblick auf das Jahr 2003 verringerte sich die Häufigkeitszahl im vergangenen Jahr um 28,22 %.

Tatverdächtige:

Im Jahr 2013 wurden im Polizeipräsidium 20.032 Tatverdächtige ermittelt. Zum Jahr 2012 mit 21.278 Tatverdächtigen liegt die Anzahl auf etwa gleichem Niveau.

Die Zahl der Tatverdächtigen unter 21 Jahren sank um 469 auf 3.981, was einem Rückgang von 10,5 % entspricht. Im Jahr 2012 wurden noch 4.450 Tatverdächtige unter 21 Jahren ermittelt.

Leicht gestiegen ist hingegen die Anzahl bei den nichtdeutschen Tatverdächtigen von 1.644 im Jahr 2012 auf 1728 im vergangenen Jahr. Darunter bilden polnische Tatverdächtige mit insgesamt 37,8 % den Hauptanteil.

In der Gegenüberstellung der Jahre 2013 und 2003 ist festzustellen, dass im Jahr 2003 eine Anzahl von 30.661 Tatverdächtigen ermittelt wurde. Davon waren 11.200 Tatverdächtige unter 21 Jahre. Das ist eine Reduzierung von 64,45 %. 2003 waren 3.318 nichtdeutsche Tatverdächtige zu verzeichnen, dies entspricht einem Rückgang für das Jahr 2013 von 47,92 %.

Aufklärungsquote:

Die Aufklärungsquote aller erfassten Straftaten im Präsidiumsbereich liegt bei 58,8%. Im Vergleich zum Jahr 2012 mit 59,61 % ist diese leicht rückläufig.

Einzelne Deliktsbereiche

1. Diebstahldelikte

Im Bereich der Diebstahlskriminalität liegt das Fallaufkommen im Jahr 2013 bei 20.590. Das sind ca. 40 % aller erfassten Fälle des Präsidiums Neubrandenburg. Die gesamten Diebstahldelikte sind um 1.952 Fälle zum Jahr 2012 gesunken, was einem Rückgang von 8,7 % entspricht. Die Aufklärungsquote dieses Deliktfeldes liegt im Jahr 2013 bei 31,01%. Von den 20.590 Fällen zählen 9.157 zu den einfachen Diebstählen, worunter z.B. der Ladendiebstahl, Taschendiebstahl oder der Diebstahl nicht gesicherter Gegenstände zählt. Mit 48 % Aufklärungsquote in diesem Bereich konnte fast jeder zweite Fall aufgeklärt werden.

2. Diebstahl von Kraftwagen

Eine leichte Zunahme muss im Bereich des Diebstahls von Kraftwagen verzeichnet werden. In der Gegenüberstellung der Jahre 2012 und 2013 ist eine Steigerung der Fallzahlen im Bereich des Polizeipräsidiums Neubrandenburg von 390 auf 403 festzustellen. Dabei liegen 34,1 % des Gesamtfallaufkommens im Land M-V beim Polizeipräsidium Neubrandenburg.

3. Wohnungseinbruchsdiebstahl

Im Bereich des Wohnungseinbruchsdiebstahls wurden im Jahr 2013 insgesamt 717 Straftaten erfasst. Das entspricht einer Zunahme um 85 Fälle zum Jahr 2012 (+13,4%). Die Aufklärungsquote liegt bei 29,85%. Der Landkreis Vorpommern-Greifswald stellt mit 56 % der erfassten Fälle den in diesem Deliktfeld am stärksten betroffenen Landkreis dar. Ein Anstieg um 154 auf 399 Fälle musste hier verzeichnet werden. (2012: 245 2013: 399) Insgesamt konnten im Polizeipräsidium Neubrandenburg 206 Tatverdächtige ermittelt werden, wovon 38 nicht deutsche Staatsangehörige waren.

4. Computerkriminalität

Eine deutliche Zunahme der Fallzahlen ist im Bereich der Computerkriminalität zu verzeichnen. Wurden im Jahr 2012 noch 746 Fälle erfasst, so mussten im Jahr 2013 938 Fälle registriert werden. Die Aufklärungsquote lag im Jahre 2013 bei 29,96 % und sank gegenüber dem Vorjahr um 10,12 Prozentpunkte.

5. Straßenkriminalität

Zur Straßenkriminalität zählen z.B. Raubdelikte, Diebstähle, Sachbeschädigungen und Landfriedensbrüche auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen. In diesem Bereich konnte für das Jahr 2013 im Vergleich mit dem Jahr 2012 ein Rückgang von 1.088 Fällen registriert werden. Lag die Anzahl 2012 noch bei 11.973 in diesem Bereich, sind im Jahr 2013 10.885 Fälle zu verzeichnen. Dies entspricht einem Rückgang von 9 %. Dieser Trend setzt sich seit Jahren fort. Zum Vergleich waren es im Jahr 2003 noch 19.638 Fälle im Bereich der Straßenkriminalität. Somit ist bis zum Jahr 2013 ein Rückgang von 44,57 % zu verzeichnen.

6. Gewaltkriminalität

Zur Gewaltkriminalität zählen Straftaten wie Mord und Todschlag, gefährliche und schwere Körperverletzung, Körperverletzungen mit Todesfolge sowie Raubdelikte und Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung.

Die Anzahl der Gewaltdelikte hat sich mit 208 weniger erfassten Fällen von 1.559 im Jahr 2012 auf 1.351 im Jahr 2013 reduziert. Die Aufklärungsquote konnte um 2,67 Prozentpunkte auf 86,38 % erhöht werden. Zum Vergleich wurden im Jahr 2003 noch 1.756 Gewaltdelikte registriert, diese sind seither stetig rückläufig. Die Aufklärungsquote der Tötungsdelikte liegt wie im Jahre 2012 bei 100 %. 23 Straftaten gegen das Leben wurden im Jahr 2013 registriert. Darunter zählen 13 Totschläge / Tötungen auf Verlangen und 10 fährlässige Tötungen. 2013 musste kein Mord erfasst werden.

"Trotz einer hohen Einsatzbelastung im Jahr 2013 und einem damit verbundenen starken Personalbedarf ist es gelungen, den Trend des Rückgangs der Fallzahlen in den letzten 20 Jahren fortzusetzen. Einen großen Schwerpunkt bildete im Jahr 2013 die Bekämpfung der Grenzüberschreitenden Kriminalität, die auch in diesem Jahr weiterhin im Fokus steht.

Im Rahmen der Eigentumskriminalität nehmen die bereits durchgeführten polizeilichen Maßnahmen und bestehenden Konzepte bei der Bekämpfung der Wohnungseinbruchsdiebstähle einen großen Stellenwert im Polizeipräsidium Neubrandenburg ein. Diese werden im laufenden Jahr fortgeführt und weiter intensiviert. Die bestehende Unsicherheit der Betroffenen, nach einem Einbruchsdiebstahl im eigenen Haus oder in der eigenen Wohnung ist nicht hinnehmbar.

Die Unterstützung der Bevölkerung durch Bürgerhinweise und Zivilcourage ist in diesem Zusammenhang ebenso ein wichtiger Faktor. Dafür bedanke ich mich bei den Bürgerinnen und Bürgern und biete nochmals die zahlreichen Präventionsmaßnahmen des Polizeipräsidiums an, die den Bürgern vor allem zum Thema Wohnungseinbruchsdiebstahl zur Verfügung stehen", so Polizeipräsident Knut Abramowski.

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