POL-HRO: Alkoholisierte 65-jährige Toyota-Fahrerin verursacht zwei Unfälle in Wismar und flüchtet

Rostock (ots) - Am Samstagvormittag verursachte eine alkoholisierte 65-jährige Toyota-Fahrerin in der Wismarer Innenstand zwei Verkehrsunfälle und entfernte sich anschließend unerlaubt vom Unfallort. Gegen 10:14 Uhr meldete sich eine Hinweisgeberin telefonisch auf der Wache des Polizeihauptrevieres und teilte mit, dass sie soeben einen Unfall auf dem Wismarer Marktplatz beobachtet hat. In Höhe der "Commerzbank" hatte ein Toyota einen dort parkenden Skoda gestreift und dabei nicht unerheblich beschädigt. Weiter konnten das amtliche Kennzeichen und eine Personenbeschreibung der Fahrerin durch die Hinweisgeberin genannt werden. Weitere Zeugen gaben bei der Unfallaufnahme an, dass die Toyota-Fahrerin in Schlangenlinien fuhr. Nur etwa drei Minuten später erhielt die Polizei die Information, dass sich ein weiterer Unfall in der Mecklenburger Straße in Richtung der Dr.-Leber-Straße ereignet hat. Auch hier fuhr ein Toyota gegen ein am Straßenrand parkenden Pkw Ford. Dabei stimmten die Beschreibung des Fahrzeuges und der Fahrerin mit der Unfallverursacherin auf dem Marktplatz überein. Die Unfallverursacherin setzte anschließend ihre Fahrt unerlaubt fort. Über das bekannte amtliche Kennzeichen konnte die Wohnanschrift der Fahrzeughalterin in der Ortslage Lübow bekannt gemacht werden. Eine Funkwagenbesatzung fuhr umgehend zur Wohnadresse. Kurz nachdem der Funkwagen dort eingetroffen war, traf auch die Toyota-Fahrerin ein. Beim Aussteigen der Fahrerin bemerkten die Beamten einen stark schwankenden Gang, eine lallende verwaschene Aussprache und Atemalkohol in der Atemluft der 65-Jährigen. Nachdem der Fahrerin der Tatvorwurf gemacht und sie über ihre Rechte und Pflichten als Beschuldigte mehrerer Straftaten aufgeklärt wurde, verhielt sich die 65-Jährige äußerst unkooperativ. So lehnte die Frau einen freiwilligen Atemalkoholtest mehrfach ab und beschwerte sich über die polizeilichen Maßnahmen. Im weiteren Verlauf konnte doch ein Atemalkoholtest durchgeführt werden. Der anschließend angezeigte Wert lag bei 1,95 Promille. Der nun erforderlichen Blutprobenentnahme wiedersetzte sich die Toyota-Fahrerin, so dass kurzfristig eine richterliche Entscheidung eingeholt werden musste. Nachdem alle erforderlichen polizeilichen Maßnahmen abgeschlossen waren, wurde der 65-Jährigen die Weiterfahrt untersagt und der Führerschein sichergestellt. Die eingesetzten Polizeibeamten dokumentierten zudem die Unfallschäden an allen Fahrzeugen und fertigten die erforderlichen Anzeigen. Die gesamte Schadenshöhe wird polizeilich auf etwa 4.000 Euro geschätzt.

André Falke
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