Ministerium für Inneres und Europa Mecklenburg-Vorpommern

IM-MV: Innenminister Lorenz Caffier: Polizeiinspektion Anklam setzt die richtigen Schwerpunkte bei Wohnungseinbrüchen

Schwerin (ots) - Anlässlich des heute von der Polizeiinspektion Anklam im Polizeipräsidium Neubrandenburg angekündigte Maßnahmenkonzeptes gegen Wohnungseinbrüche erklärt Innenminister Lorenz Caffier: "Die Polizeiinspektion Anklam setzt bei der Bekämpfung von Wohnungseinbruchdiebstählen die richtigen Schwerpunkte. Mit der Umsetzung dieses Strategiepapiers zeigt sich, dass die Polizei in unserem Land Problemfelder erkennt und ihnen konsequent und flexibel entgegenwirkt. Nur durch zielorientiertes Handeln können wir den aktuellen Entwicklungen erfolgreich begegnen."

Im vergangenen Jahr ist ein weiterer Straftatenrückgang in Mecklenburg-Vorpommern zu erkennen, der insbesondere auch die einfache und schwere Diebstahlskriminalität betrifft. Die Straftaten gingen in diesem Bereich um fast 7% auf 45.586 Fälle zurück. Diese erfreuliche Entwicklung ist sowohl im Bereich des einfachen Diebstahls als auch beim schweren Diebstahl festzustellen. Allerdings zeigt sich die insgesamt positive rückläufige Entwicklung des schweren Diebstahls nicht in der Untergruppe des Wohnungseinbruchdiebstahls.

Während sich die Zahl der Wohnungseinbrüche zwischen den Jahren 2003 und 2012 in einem Korridor zwischen rund 1.200 bis 1.400 Fällen bewegte, erhöhte sie sich im Jahr 2013 auf landesweit 1.521 Einbrüche. Das ist ein Anstieg von 108 Fällen im Vergleich zum Vorjahr. Mit einer Häufigkeitszahl von 95, also der Anzahl der Straftaten pro 100.000 Einwohner, liegt Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2013 immer noch deutlich unter dem Bundesdurchschnitt (2012: 176) sowie unter den Vergleichswerten der norddeutschen Bundesländer.

Dennoch zeigt sich Innenminister Lorenz Caffier besorgt über die Entwicklung beim Wohnungseinbruchsdiebstahl: "Gerade Wohnungseinbrüche bedeuten für die betroffenen Bürgerinnen und Bürger einen massiven Eingriff in ihre Privatsphäre und berühren ihr Sicherheitsgefühl in besonderem Maße. Aus dieser Tatsache heraus ist ein Wohnungseinbruch ganz anders zu bewerten als beispielsweise ein Einbruch in einen Keller. Und genau deshalb muss alles unternommen werden, um die Zahl der Wohnungseinbrüche in unserem Land wieder zu reduzieren. Im Bereich der Prävention - ein Bereich, in dem auch eine Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger zum Schutz ihres Eigentums besteht, wird die Landespolizei weiter Hauseigentümern Schwachstellen an ihren Immobilien aufzeigen und sie direkt vor Ort hinsichtlich möglicher baulicher Veränderungen beraten", kündigt Innenminister Caffier an.

Der Wohnungseinbruchdiebstahl hat sich jedoch in Mecklenburg-Vorpommern sehr unterschiedlich entwickelt. Die landesweit erhöhte Fallzahl ist vor allem auf eine entsprechende Entwicklung in der Hansestadt Rostock (+55 Fälle auf 229), im Landkreis Ludwigslust-Parchim (+22 Fälle auf 159) und im Landkreis Vorpommern-Greifswald (+154Fälle auf 399) zurückzuführen. In den anderen Landkreisen und in der Stadt Schwerin waren dagegen Rückgänge zu verzeichnen.

"Die Zahlen zeigen, dass wir in Mecklenburg-Vorpommern im Bereich der Wohnungseinbrüche ein regionales Problem haben. Die Polizeipräsidien kennen ihre Schwerpunkte und müssen mit maßgeschneiderten Bekämpfungskonzepten gegen Wohnungseinbruchdiebstahl der aktuellen Entwicklung entgegentreten", erklärte Innenminister Lorenz Caffier. "Durch akribische Ermittlungstätigkeit, qualifizierte Tatortarbeit sowie intensive Fahndungs- und Kontrollmaßnahmen unternehmen wir alles, um Einbrecher schnell hinter Gitter zu bringen. Weiterhin werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bereitschaftspolizei überall dort Schwerpunkteinsätze fahren, wo sich Wohnungseinbrüche besonders häufen."

Bei näherer Betrachtung ist weiter festzustellen, dass der Anteil professioneller überregionaler Wohnungseinbruchstäter in Mecklenburg-Vorpommern geringer ist als in vielen anderen Bundesländern. So wurden über 90 % der aufgeklärten Wohnungseinbrüche in Mecklenburg-Vorpommern durch einheimische Täter begangen. Von den 408 ermittelten Tatverdächtigen waren lediglich 52 nichtdeutscher Herkunft. Der Anteil der nichtdeutschen Tatverdächtigen beträgt 12,7% und liegt damit ebenfalls deutlich unter dem Bundesdurchschnitt, der 2012 bei 28,8% lag.

Die Täter gelangen häufig durch Aufhebeln der Wohnungseingangstür oder des Fensters in die Wohnung. In 434 Fällen, also fast einem Drittel aller Wohnungseinbrüche, ist es bei einem Versuch geblieben. Der oder die Täter haben es in diesen Fällen unter anderem auch deshalb nicht geschafft, weil Türen und Fenster vernünftig gesichert waren. 2012 waren es dagegen "nur 354" Versuche. Das zeigt, dass sich in 2013 im Bereich der Prävention vor Ort einiges getan hat und die vielen Beratungen und Präventionsmaßnahmen auch greifen. Dieses gilt es weiter auszubauen!"

"Ein wirksamer Einbruchschutz lässt sich mitunter auch mit relativ einfachen Maßnahmen herbeiführen. Die Kriminalpolizeilichen Beratungsstellen sind unter anderem für Beratungen rund um den Einbruchschutz gerade für die Bürgerinnen und Bürger in unserem Land geschaffen worden und sollten deshalb noch stärker genutzt werden", appelliert Innenminister Caffier an die Bevölkerung Mecklenburg-Vorpommerns.

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