Ministerium für Inneres und Europa Mecklenburg-Vorpommern

IM-MV: Der Schutz von Menschen steht im Vordergrund/ Innenminister Lorenz Caffier übergibt neues USBV-Spezialfahrzeug an den Munitionsbergungsdienst M-V

Schwerin (ots) - Der Munitionsbergungsdienst in Mecklenburg-Vorpommern erhält ein neues USBV-Spezialfahrzeug vom Typ Mercedes Benz, das vorwiegend bei Soforteinsätzen zur Entschärfung von so genannten USBV (Unkonventionelle Spreng- und/oder Brandvorrichtung) eingesetzt wird.

Durch Innenminister Lorenz Caffier wurde heute auf Usedom in Mellenthin das Kraftfahrzeug an das Landesamt für zentrale Aufgaben und Technik der Polizei, Brand- und Katastrophenschutz (LPBK) Mecklenburg-Vorpommern für den Munitionsbergedienst übergeben.

"Die Mitarbeiter des Munitionsbergungsdienstes (MBD) arbeiten oft in Lebensgefahr, damit Mecklenburg-Vorpommerns Bürgerinnen und Bürger in Sicherheit leben können. Für diesen hochriskanten Einsatz danke ich ihnen", betonte Innenminister Lorenz Caffier. "Das Land nimmt seine Verantwortung im Bereich der Entschärfung und Munitionsbergung sehr ernst. Mit diesem Fahrzeug sind die Entschärfer des MBD im östlichen Landesbereich technisch auf den neuesten Stand und landesweit rund um die Uhr verfügbar."

Ausgestattet ist das Fahrzeug mit moderner Technik zur Untersuchung und Bekämpfung von USBV. Neben dem Fahrzeug wurde auch der bisherige Fernlenkmanipulator durch eine zeitgemäße Neuentwicklung ersetzt sowie mit weiterer Spezialtechnik (z.B. Röntgengerät, Bombenschutzanzüge, Metallsuchgeräte etc.) ausgestattet.

Das neue Spezialfahrzeug wurde auf dem Fahrgestell eines Mercedes Benz Sprinter 519 aufgebaut, der Kofferaufbau mit spezieller Inneneinrichtung wurde durch die Firma Breitfuss Meßtechnik GmbH aus Harpstedt gefertigt. Der Gesamtpreis des Fahrzeuges mit Ausstattung beträgt rund 635.000,- Euro (Fernlenkmanipulator Teodor mit Ausstattung 472.000,- EUR, Fahrzeug und Umbau 163.000,- EUR

Die Arbeit der USBV-Entschärfer beginnt beispielsweise dann, wenn an einem öffentlichen Ort ein herrenloser Koffer steht und vermutet wird, dass er möglicherweise einen Sprengsatz enthält. Der Fundort wird abgesperrt, Anwohner evakuiert, Schaulustige zurückgedrängt. Seit 2000 waren die Spezialisten 230 mal in Mecklenburg-Vorpommern im Einsatz. Die meisten der Gegenstände stellten sich als ungefährlich heraus, wie z.B. der Koffer im Gepäcknetz eines IC im Bahnhof Stralsund im Januar dieses Jahres. Aber es waren auch Rohrbomben oder andere gefährliche Objekte dabei.

"Ich bin froh, dass keiner der Entschärfer bei seiner Tätigkeit zu Schaden gekommen ist. Das unterstreicht aber auch die hohe Qualifikation, die Besonnenheit und die lange Berufserfahrung der eingesetzten Experten", sagte Innenminister Caffier.

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