Landeskriminalamt Niedersachsen

LKA-NI: LKA Niedersachsen startet Anti-Cannabis-Kampagne mit "Chris und Nik" - Legalisierung von Cannabis unverantwortlich -

3 Dokumente

Hannover (ots) - Ein Blick in die Kriminalstatistik zeigt: Die weltweit am weitesten verbreitete illegale Droge Cannabis (Marihuana oder Haschisch) ist seit Jahren auch unter niedersächsischen Jugendlichen das mit Abstand am häufigsten konsumierte illegale Rauschmittel.

Landesweit haben Drogendelikte im Zusammenhang mit Cannabis seit 2007 speziell in der Altersgruppe der Minderjährigen (Kinder und Jugendliche) in besorgniserregender Weise zugenommen. Deren Fallzahlen haben sich in den vergangenen acht Jahren nahezu verdoppelt und einen absoluten Höchststand erreicht: Gab es in Niedersachsen im Jahr 2007 noch 1632 Delikte, so waren es im Jahr 2015 bereits 3292 Verstöße. Marihuana und Co. sind beliebter denn je.

Dabei sind die negativen Folgen eines regelmäßigen Cannabiskonsums, insbe-sondere für Kinder und Jugendliche, mittlerweile vielfach durch Studien belegt. "Kiffen" kann gerade in dieser Risikogruppe schwerwiegende körperliche und seelische Erkrankungen sowie altersgebundene Entwicklungs- und Wachstumsstörungen hervorrufen. Familiäre, soziale und schulische Probleme sind häufige Begleiterscheinungen.

Um dem vorzubeugen und früh junge Menschen vom Griff zum Joint abzuhalten, startet das Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen eine Kampagne zur Cannabisprävention mit dem Titel "Die Rauchmelder - Chris und Nik machen den Cannabischeck". Das Projekt wird erstmalig auf dem 11. Niedersächsischen Präventionstag am 21. September 2016 im Hannover Congress Centrum vorgestellt und richtet sich gleichermaßen an Minderjährige, junge Erwachsene sowie Eltern und Erziehungsverantwortliche. Hauptzielgruppe sind die 10- bis 14-Jährigen, da in diesem Alter die ersten einschlägigen Erfahrungen mit Cannabis gemacht werden.

In Videospots transportieren die beiden "Story-Protagonisten" Chris und Nik auf eine humorvolle Art und Weise Informationen rund um Hanf und Cannabis. Dadurch sollen sich die Zielgruppen umfassend informieren und die gesundheitlichen Gefahren und Risiken des Cannabiskonsums erkennen. Der so genannte "erhobene Zeigefinger" steht dabei nicht im Vordergrund. Grundsätzlich soll der bewusste, verantwortungsvolle und nicht schädliche Umgang mit suchtgefährdenden Substanzen erzielt werden. Zur Begleitung der Anti-Cannabis-Kampagne hat das LKA Niedersachsen zusätzlich die Internetseite www.dierauchmelder.de eingerichtet, die mit Beginn des Präventionstages am 21. September online geht.

Angesichts der erheblichen Gesundheitsrisiken, die durch häufigen Konsum von Cannabis ausgehen, lehnt der Präsident des LKA Niedersachsen, Uwe Kolmey, eine Freigabe dieser vermeintlich "weichen Droge" zu Genusszwecken ab. "Eine Legalisierung bzw. eine Erhöhung der Eigenbedarfsgrenzen von Cannabisprodukten halte ich für unverantwortlich. Ein freier Markt für Cannabis ist eine Einladung zum Konsum und signalisiert jungen Menschen, dass eine gefährliche Substanz harmlos ist", warnt Uwe Kolmey. "Unsere Aufgabe ist es aber, vor allem gesundheitsgefährdeten jungen Menschen zu helfen und ihnen eine gesunde Persönlichkeitsentwicklung zu ermöglichen."

Lesen Sie auch den Anhang: "Zehn Gründe, Cannabis nicht zu legalisieren".

Rückfragen bitte an:

Landeskriminalamt Niedersachsen
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Nevin Ayyildiz / Stephanie Weiß
Telefon: 0511 / 26262 -6303 od. -6301
E-Mail: pressestelle@lka.polizei.niedersachsen.de
www.LKA.Niedersachsen.de

Original-Content von: Landeskriminalamt Niedersachsen, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Landeskriminalamt Niedersachsen

Das könnte Sie auch interessieren: