Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim

POL-EL: Schulanfang: Polizei gibt Tipps zum sicheren Busfahren

Emsland/ Grafschaft Bentheim - (ots) - Am Donnerstag der nächsten Woche, 4. August, ist in Niedersachsen Schulanfang. Viele Schülerinnen und Schüler werden dann erstmals eigenständig mit dem Bus zur Schule und wieder nach Hause fahren. Es können Erstklässler aber auch Fünftklässler sein. Im Landkreis Emsland sind es insgesamt etwa 2500 Schülerinnern und Schüler und im Landkreis Grafschaft Bentheim betrifft es 600 Schülerinnen und Schüler. "Für die Schülerinnen und Schüler stellt die Busfahrt eine neue und spannende Erfahrung dar. Aber auch mit Problemen wie Drängeleien an der Haltestelle, Konflikten zwischen Schülerinnen und Schülern, vollen Bussen und Verspätungen können die Schülerinnen und Schüler konfrontiert werden", so der Verkehrssicherheitsberater Klaus Wermeling vom Präventionsteam der Polizeiinspektion.

Die Verkehrssicherheitsberater der Polizei geben hier die wichtigsten Schulbusregeln für Kinder und Jugendliche:

   1. Die allerwichtigste Regel: Niemals - niemals! - vor oder hinter
      dem haltenden Bus über die Straße laufen! Immer warten, bis der
      Bus abgefahren ist, erst dann kann man genau sehen, ob die 
      Fahrbahn frei ist.
   2. Rechtzeitig von zu Hause losgehen. Kinder, die auf dem Weg zur 
      Haltestelle hetzen müssen, achten nicht genug auf den 
      Straßenverkehr.
   3. Nicht toben, laufen, Fangen spielen an der Haltestelle. Denn 
      dabei kann ein Kind leicht auf die Fahrbahn geraten.
   4. Ranzen und Taschen in der Reihenfolge abstellen, in der man an 
      der Haltestelle angekommen ist .Damit ist dann schon die 
      Reihenfolge beim Einsteigen klar, niemand braucht an der Tür zu
      drängeln.
   5. Mindestens einen Meter Abstand zum heranfahrenden Bus halten. 
      Das ist wichtig, denn in einer Haltebucht schwenkt die vordere 
      rechte Ecke des Busses seitlich aus.
   6. Nicht gegen die Bustüren drücken! Bei Druck blockieren sie 
      automatisch und öffnen sich erst recht nicht.
   7. Beim Einsteigen nicht drängeln. Sonst besteht die Gefahr, dass 
      Kinder stolpern und stürzen.
   8. Die Fahrkarte schon vor dem Einsteigen bereithalten und dem 
      Busfahrer unaufgefordert vorzeigen. Dann gibt es keinen Stau 
      und keinen Zeitverlust und niemand braucht ungeduldig zu 
      werden.
   9. Im Bus Ranzen und Taschen auf den Boden stellen oder auf den 
      Schoß nehmen. Mit Ranzen auf dem Rücken sitzt man schlecht und 
      unsicher. Taschen gehören nicht in den Mittelgang - 
      Stolpergefahr! - und nicht auf die Sitzplätze, denn andere 
      möchten auch sitzen.
   10. Muss man während der Fahrt stehen, hält man sich gut fest. 
       Einen sicheren Stand einnehmen. Wenn man im Bus umherläuft 
       oder steht, ohne sich festzuhalten, ist man bei einer 
       Gefahrbremsung besonders verletzungsgefährdet.
   11. Beim Aussteigen auf andere Verkehrsteilnehmer (Radfahrer etc.)
       achten.
   12. Keine Angst vor den automatisch schließenden Türen. Man kann 
       nicht eingeklemmt werden. Bei Widerstand öffnen sich die Türen
       von selbst.
   13. Zerstörungen und Verschmutzungen dem Fahrer melden. Solche 
       Schäden sind teuer und wirken sich auf die Fahrpreise aus.
   14. Nothämmer sind keine Andenken. Diebstahl ist keine 
       Kleinigkeit. Beim Unfall können fehlende Nothämmer schlimme 
       Folgen haben.
   15. Eine Bitte an die Eltern. Wenn Sie Ihre Kinder mit dem Auto 
       zur Schule oder nach Hause fahren, parken Sie bitte nicht an 
       den Haltestellen. Sie behindern die Busse und, schlimmer noch,
       die aus- und einsteigenden Kinder. Und warten Sie mit Ihrem 
       Auto bitte nicht auf der gegenüberliegenden Straßenseite - das
       verleitet viele Kinder dazu, sofort nach dem Verlassen des 
       Busses über die Straße zu rennen. 

Zu Beginn eines Schuljahres kommt es auch immer wieder zu Diskussionen und Beschwerden bezüglich der Schülerbeförderung. Häufige Kritikpunkte sind z.B.:

   - Die Busse sind zu voll.
   - Die Kinder müssen stehen und können sich dabei nicht halten.
   - Die Kinder stehen im Bereich der Trittstufen der Ein- und 
     Ausstiege. 

Hierzu einige Erklärungen:

   - Sitzplätze: in den Bussen dürfen nur so viel sitzende Schüler 
     befördert werden, wie im Fahrzeugschein Sitzplätze ausgewiesen 
     sind.
   - Stehplätze: in Omnibussen zur Schülerbeförderung sind Stehplätze
     vorgesehen. Z.B. sind in einem Gelenkbus ca. ebenso viele, 
     teilweise sogar mehr Stehplätze als Sitzplätze vorgesehen und im
     Fahrzeugschein eingetragen. Der Landkreis Emsland und der 
     Landkreis Grafschaft Bentheim empfehlen den Busunternehmern 
     deutlich weniger als die gesetzlich zulässige Stehplatzzahl 
     auszunutzen. Für Stehplätze müssen geeignete Halteeinrichtungen 
     in ausreichender Anzahl vorhanden sein.
   - Nicht zulässig: Die Beförderung von stehenden Schülern auf den 
     Trittstufen der Ein- und Ausstiege sowie neben dem Fahrersitz 
     ist nicht zulässig. Wenn dennoch Kinder dort stehen, liegt es 
     meist daran, dass die Schüler im Bus nicht aufrücken, z.B. weil 
     sie bei einem Freund oder einer Freundin stehen bleiben wollen 
     etc.
   - Führt eine Schülerin oder ein Schüler keine Fahrkarte mit, so 
     muss sie/ er den erforderlichen Fahrpreis bezahlen. (Die 
     Schülerfahrkarten werden an den ersten Schultagen in der Schule 
     an die anspruchsberechtigten Schülerinnen und Schüler 
     ausgehändigt.) 

Sollten Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Verkehrssicherheitsberater der Polizei in Lingen, Meppen, Nordhorn oder Papenburg.

Rückfragen bitte an:

Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim
Achim van Remmerden
Telefon: 0591 / 87-104
E-Mail: pressestelle@pi-el.polizei.niedersachsen.de
http://www.pi-el.polizei-nds.de

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