Polizeiinspektion Aurich/Wittmund

POL-AUR: Ostfriesland - Sexting - zuerst Spaß, dann böses Erwachen! Aurich - Einbruch in Wohnhaus Aurich - Verkehrsunfallflucht

Altkreis Aurich (ots) - Ostfriesland - Sexting - zuerst Spaß, dann böses Erwachen! Jugendlich, die erste große Liebe, erste sexuelle Kontakte und Erfahrungen - einfach glücklich sein! Dieses Gefühl könnte es sein, dass Jugendliche in der Altersgruppe der 14 bis 17-jährigen veranlasst, intimste Fotos von sich zu fertigen und sie dem/der Liebsten per WhatsApp oder anderer digitaler Medien zu übersenden. Ein Klick auf den Senden-Button und ihre Bilder sind in Sekundenbruchteilen bei ihm .... und außer Kontrolle. Was passiert, wenn er seine Freunde an seinem Glück teilhaben lassen möchte oder die erste Große Liebe eines Tages zu Ende geht. Oftmals führt der Weg dann zur Polizei. Dort erscheinen vorwiegend Mädchen, zum Teil mit ihren Eltern und zeigen an, dass die von ihnen selbst erstellten und versandten Bilder nun weitere Verbreitung gefunden haben. Auf dem Schulhof wandern sie von Smartphone zu Smartphone, landen im Internet auf 'sozialen' Plattformen oder gar auf einschlägigen Pornoseiten und in den Sammlungen Pädophiler. Was aus Liebe und blindem Vertrauen begann wird plötzlich zum Albtraum für die Protagonisten und beschäftigt die Strafverfolgungsbehörden. Die Polizei in Ostfriesland wird zunehmend mit derartigen Fällen konfrontiert. Die Erwartungen der Betroffenen sind hoch: "Ich will meine Bilder zurück, machen sie das das bitte wieder raus." Und genau das funktioniert in aller Regel nicht. Recht am eigenen Bild hin oder her. Ein einmal veröffentlichtes digitales Bild lässt sich nicht wie das gute alte Papierfoto wieder einsammeln. Es verbreitet sich zuweilen rasend schnell, wird vermehrt und kann sich letztlich weltweit verbreiten. So ließ sich eine junge Frau beim Sex von ihrem Freund mit dem Smartphone videografieren. Als die Liebe endete, landeten zwei Filme auf einer einschlägigen Porno-Internetplattform. Zwar gelang es der Polizei Aurich durch direkten Kontakt zur amerikanischen Betreiberfirma die Filme dort zu löschen, andere Anbieter hatten sie dort jedoch bereits abgeschöpft und auf eigene Seiten eingestellt. Irgendwo werden sie sicherlich immer mal wieder zu finden sein, denn was das Internet einmal hat, gibt es nie wieder her. Ein weiterer Aspekt ist, dass pronografische Aufnahmen von Jugendlichen nun einmal Jugendpornografie darstellen und solche Bildinhalte strafrechtlich relevant sind, sobald sie über das selbst von sich Fertigen hinaus an jemanden weitergegeben werden. Jugendliche, sowohl Mädchen als auch Jungen, die sich selbst in pornografischen Posen fotografieren und dieses Bildmateriel an jemand anderen weitergeben, machen sich wegen der Herstellung und Verbreitung jugendpornografischer Schriften - wie es das Gesetzt nennt - strafbar. Die Polizei ist dann gehalten, ein Strafverfahren gegen jeden einzuleiten, der solches Bildmaterial besitzt und weitergibt. Die Polizei rät deshalb, am besten überhaupt kein pornografisches oder anderweitig kompromittierendes Bildmatrial von sich zu fertigen oder fertigen zu lassen. Denn nur das ist die Garantie, dass es nicht vielleicht auch nur unabsichtlich in andere Hände gerät. Wie schnell wird das Smartphone mal kurz ausgeliehen, geht verloren oder ein Datenstick mit beliebigen anderen Daten wird an jemanden weitergegeben. Was, wenn sich darauf Sexfotos befinden, die sich dann jemand aneignen und beliebig darüber verfügen kann? Da Jugendliche sich derartiger Gefahren oftmals nicht bewusst sind, bittet die Polizei insbesondere Eltern und Lehrer, diese Problematik mit ihnen zu thematisieren. Was heute ein großer Spaß ist, kann schon morgen sehr weh tun, dessen sollten sich junge Menschen bewusst sein.

Aurich - Einbruch in Wohnhaus: Drei unbekannte Personen hatten sich am Donnerstag, 20.03.2014, gegen 13.30 Uhr in Aurich, Alter Heerweg, durch eine unverschlossene Scheune in ein Wohnhaus begeben und dieses offensichtlich nach Diebesgut durchsucht. Im Schlafzimmer trafen sie auf eine schlafende Bewohnerin, die durch die Tathandlungen geweckt wurde. Daraufhin flüchteten die Täter in unbekannte Richtung. Sie hatten eine Uhr sowie etwas Bargeld erbeutet. Sachdienliche Hinweise werden an die Polizei Aurich, 04941/606-215, erbeten.

Aurich - Verkehrsunfallflucht: Am Donnerstag, 20.03.2014, kam es gegen 16.50 Uhr zu einem Verkehrsunfall in Aurich, Fischteichweg. Eine 28-jährige VW-Fahrerin kam aus der Tiefgarage des Carolinenhofes und wollte sich in den fließenden Verkehr nach rechts in Richtung Ostertor einfädeln, als plötzlich von rechts ein Radfahrer kam und in den Touran fuhr. Der ca. 12-jährige befuhr zu der Zeit den Radweg in falscher Richtung und konnte von der Fahrzeugführerin aufgrund der baulichen Begebenheiten nicht rechtzeitig sehen. Es kam zu einem Zusammenstoß, bei dem der VW geschädigt wurde. Ohne sich um eine Schadensregulierung zu bemühen, setzte der 12-jährige seine Fahrt fort. Zeugen des Unfalles werden gebeten, sich bei der Polizei Aurich, 04941/606-215, zu melden.

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Jörg Mau
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