Polizeidirektion Osnabrück

POL-OS: Kontrollaktion der Polizei auf der A 30 bei Bad Bentheim - jeder zweite LKW weißt Mängel auf

Beamte kontrollieren ein LKW-Gespann mit Abfällen aus den Niederlanden. Foto: Polizeidirektion Osnabrück

Osnabrück/Leer/Aurich/Wittmund/Norden/Emden/Papenburg/Lingen/Meppen/Nordhorn (ots) - Kräfte der Regionalen Kontrollgruppe der Polizeidirektion Osnabrück und der Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim kontrollierten gemeinsam mit weiteren Behörden, wie der niederländischen Polizei, der Bundespolizei sowie dem Hauptzollamt Osnabrück am 19. Mai zahlreiche Fahrzeuge (LKW und PKW) auf der Autobahn A 30, am Grenzübergang bei Bad Bentheim - etwa 50 Einsatzbeamte waren ganztägig im Einsatz. Bei den Kontrollen im LKW Sektor lag die Beanstandungsquote bei etwa 50 %. Insbesondere technische Mängel an den LKW-Gespannen machten den größten Teil dieser bedenklich hohen Quote aus. So stellten die Beamten bei einem ungarischen Sattelzug gleich mehrere gravierende Mängel fest. Neben einer gerissenen Anhängerkupplung, mehreren defekten Reifen, war auch noch eine Bremsscheibe an der Zugmaschine des voll beladenen Sattelzuges gerissen. Für dieses Gespann war die Fahrt an Ort und Stelle beendet. In einem anderen Fall stellten die Einsatzkräfte einen rumänischen Sattelzug fest, bei dem vier Reifen keinerlei Profil mehr aufwiesen. Ein Reifen war so mangelhaft, dass teilweise die Lauffläche des Reifens nicht mehr vorhanden und der Stahlcord in spitzen Drähten darunter zu sehen war. "Sattelzüge mit solchen eklatanten Mängeln haben auf der Straße nichts zu suchen. Solche LKW-Gespanne sind eine rollende Zeitbombe im Straßenverkehr", machte Marco Ellermann (Pressesprecher der Polizeidirektion Osnabrück) deutlich. Der Fahrer organsierte kurzerhand über einen Bekannten vier neue Reifen, die aus Ungarn angeliefert und dann vor Ort am Grenzübergang montiert wurden. Anschließend durfte er weiter fahren. Ein empfindliches Bußgeld wird allerdings noch in den nächsten Wochen folgen. Insgesamt untersagte die Polizei in 11 Fällen die Weiterfahrt. Noch dazu stellte die Polizei einen PKW Fahrer fest, der unter dem Einfluss von Drogen stand und der Beifahrer 10 Gramm Marihuana bei sich hatte. Außerdem fanden die Beamten in einem weiteren PKW in einer Sporttasche, die im Kofferraum stand, zwei kleine Plastiktüten mit 12 Gramm Marihuana. In einem anderen Fall war der Führerschein eines männlichen Beifahrers zur Fahndung ausgeschrieben, weil er in der Vergangenheit unter Drogen einen PKW lenkte. Der Führerschein des Mannes wurde vor Ort sichergestellt. Auch das illegale Verbringen von Abfällen aus den Niederlanden nach Deutschland war ein Thema der Kontrolle. Drei Sattelzüge hatten keine entsprechende Genehmigung für das Verbringen des Abfalles über die Grenze und mussten die Heimreise in die Niederlande antreten. Außerdem wird in den drei Fällen ein Strafverfahren wegen des unerlaubten Verbringens von Abfällen eingeleitet. Hauptziele dieser immer wiederkehrenden Schwerpunktkontrollen sind, die Sicherheit auf den Straßen zu erhöhen, schwere Unfälle zu vermeiden und Kriminalität zu bekämpfen. Auch in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten wird es Kontrollen dieser Art geben, so die Polizei.

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