Polizeidirektion Osnabrück

POL-OS: Schlag gegen international agierende Einbrecherbanden - Polizei erfolgreich gegen Wohnungseinbrecher

POL-OS: Schlag gegen international agierende Einbrecherbanden - Polizei erfolgreich gegen Wohnungseinbrecher
Diebesgut aus den beiden Ermittlungskomplexen. Bild: Polizei

Osnabrück (ots) - Ermittlern der Zentralen Kriminalinspektion Osnabrück (ZKI) und der Staatsanwaltschaft Osnabrück sind in den vergangenen Monaten größere Erfolge im Kampf gegen Wohnungseinbrecher gelungen - darunter auch zwei spektakuläre Ermittlungsverfahren gegen überregional agierende Einbrecherbanden. Polizeipräsident Bernhard Witthaut dazu: "Der akribischen und professionellen Arbeit unserer Ermittlungsbeamten ist es zu verdanken, dass international agierenden Einbrecherbanden das Handwerk gelegt wurde." In dem einen größeren Ermittlungsverfahren kam es in der Zeit von Mai 2013 bis September 2014 zu einer Serie von Einbrüchen in Wohnhäuser von vermögenden Personen - unter anderem auch in Bad Bentheim, Osnabrück und Georgsmarienhütte. Die weiteren Tatorte verteilten sich auf ganz Niedersachen, Hamburg und Nordrhein-Westfalen. Bei den meisten Taten öffneten die Täter gewaltsam Tresore, die in den Wohnhäusern standen und erbeuteten hochwertigen Schmuck sowie Bargeld. Bei Tatausführung achteten die Täter darauf, dass die Wohnungsinhaber nicht zu Hause waren. Es entstand ein Gesamtschaden in Höhe von zirka 1 Millionen Euro. Im Zuge der Ermittlungen richtete sich der Tatverdacht gegen insgesamt vier Täter - vier Deutsche, davon zwei osteuropäischer Herkunft. Alle vier Täter konnten im Laufe der Ermittlungen u.a. in Bielefeld bei einem Einbruchsversuch festgenommen werden. Einer der festgenommenen Täter war extra zu einem Wohnungseinbruch per Flugzeug aus der Ukraine eingereist. Im Zuge der Durchsuchungen stellten die Ermittler zahlreiches Diebesgut, Bargeld und einen zur Tatausführung genutzten Mercedes S-Klasse fest. Zwei der vier Täter sitzen in Oldenburg und Lingen in Untersuchungshaft. Es ist nicht auszuschließen, dass den Tätern weitere Taten im norddeutschen Raum zugeordnet werden können.

In dem anderen größeren Ermittlungsverfahren nahmen die Ermittler der ZKI Osnabrück vier Täter georgischer Herkunft fest. In der Zeit von Januar bis September 2014 brach die überregional agierende Tätergruppe - unter anderem im Landkreis Emsland, Landkreis Osnabrück sowie im Landkreis Friesland und in Nordrhein-Westfalen - in zahlreiche Wohnungen ein. Auffällig: Die Taten ereigneten sich zumeist am Tage in Abwesenheit der Wohnungsinhaber. Die Einbrecherbande suchte in den einzelnen Objekten gezielt nach Bargeld, Schmuck und Unterhaltungselektronik. Der Gesamtschaden wird auf zirka 100.000 Euro geschätzt. Außerdem konnten die vier Georgier, die gleichzeitig Asyl in Deutschland bzw. den Niederlanden beantragt hatten, mit weiteren Straftaten in Zusammenhang gebrach werden wie Pkw-Aufbrüche, Ladendiebstähle, Betrugsdelikte und Urkundenfälschungen. Zudem besteht der Verdacht, dass die Bande mehrere Wohnungsein-bruchdiebstähle in den Niederlanden (Emmen/Groningen) begangen hat. Aktuell befinden sich alle Täter in Untersuchungshaft. Heute wird die Hauptverhandlung beim Landgericht Osnabrück eröffnet.

Die Polizei weist in diesem Zusammenhang daraufhin, dass oftmals kleinere Sicherheitsvorkehrungen ausreichen, um potentielle Einbrecher abzuschrecken. Hierzu gehören beispielsweise das Verschließen von Fenstern, Balkon- und Terrassentüren. Denken Sie daran: Gekippte Fenster sind offene Fenster. Bei verdächtigen Personen oder Fahrzeugen informieren Sie die Polizei. Die Anzahl der Taten bei Wohnungseinbrüchen in der Polizeidirektion Osnabrück nahm von 2012 auf 2013 um über 4 % auf insgesamt 2.151 Taten zu. Die Anzahl der Taten in 2014 ist nach derzeitigem Stand weiter auf hohem Niveau. Auch deshalb ist das Thema Wohnungseinbrüche in der Polizeidirektion Osnabrück weiter ein Schwerpunktthema der polizeilichen Arbeit. Wohnungseinbrüche können nicht nur zu hohen materiellen Schäden, sondern auch zu gravierenden psychischen Schädigungen bei den Einbruchsopfern führen.

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