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POL-REK: Wohnungseinbrecher unterwegs - Rhein-Erft-Kreis

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Riegel vor

Hürth (ots) - Am Donnerstag ( 10. November ) machten Wohnungseinbrecher in Bergheim Beute. Bei Einbrüchen in Bergheim und Kerpen wurden die Täter gestört.

Nach Einbruch der Dunkelheit drangen Unbekannte in eine im ersten Obergeschoss befindliche Wohnung in der Asperschlagstraße ein. Vom rückwärtigen Grundstück des Mehrfamilienhauses gelangten sie zunächst auf das Garagendach. Von dort kletterten sie auf den höher gelegenen Balkon. Hier wurde die Balkontür gewaltsam aufgehebelt. Neben Bargeld erbeuteten die Täter Schmuck sowie vier Armbanduhren der Marken G-Schock, Citizen, Armani und Swatch.

Bei einem weiteren Einbruch in ein freistehendes Einfamilienhaus um 18:10 Uhr in der Windmühlenstraße in Bergheim wurden die Täter durch die 83-jährige Bewohnerin gestört. Diese hielt sich zur Tatzeit im Obergeschoss auf. Als sie Geräusche aus dem Erdgeschoss wahrnahm, begab sie sich in die untere Etage. Sie bemerkte in der Küche eine dunkel gekleidete Gestalt, die auf Ansprache durch die Terrassentür in den Garten davon lief. Von dort hatte sich der Flüchtende zuvor auch dem Haus genähert und die Terrassentür aufgehebelt. Entwendet wurde offenbar nichts. Eine anschließende Nahbereichsfahndung der Polizei verlief erfolglos.

Bereits um 16:55 Uhr wurden in Kerpen-Horrem mehrere Personen bei einem Einbruchsversuch in ein Einfamilienhaus in der Rathausstraße überrascht. Als der 19-jährige Sohn der geschädigten Familie nach Hause kam, hörte er Geräusche aus dem Garten. Er begab sich in diese Richtung. Von dort kamen ihm ein Mann und zwei Frauen entgegen. Eine der Frauen sprach den 19-Jährigen unter einem Vorwand an. Die anderen unterhielten sich in französischer Sprache. Alle drei entfernten sich anschließend zu Fuß. Der junge Mann bemerkte bei einer Nachschau im Garten zunächst nur einen umgeworfenen Mülleimer. Erst später entdeckte er Hebelspuren an der Terrassentür.

Der Zeuge beschreibt die Tatverdächtigen als Südländer. Der Mann war ungefähr 22 Jahre alt 175 Zentimeter groß und korpulent. Er war bekleidet mit einer dunkelblauen Jacke und einer dunklen Jeans. Die schwarzen Haare hatte er seitlich kurz rasiert. Die jüngere Frau waren ungefähr 18 Jahre alt und 165 Zentimeter groß. Sie war bekleidet mit einer dunklen Jeanshose und einer schwarzen Jacke mit rot-weißen Streifen. Die ältere Tatverdächtige war ungefähr 25 Jahre alt und 170 Zentimeter groß. Sie trug einen langen schwarzen Rock und eine schwarze Jacke.

Wer Hinweise zu den Einbrüchen machen kann, wird gebeten sich unter der Telefonnummer 02233-520 mit dem Kriminalkommissariat 31 in Verbindung zu setzen.

Tipps zum Schutz vor Wohnungseinbruch

Sichern Sie Ihre Fenster und Terrassentüren gegen das herkömmliche Aufhebeln (über 90 % aller Fälle!!!) zusätzlich durch geprüfte Schlösser oder andere Verriegelungen, zum Beispiel mit Pilzkopfbeschlag. Das Nachrüsten richtet sich nach der DIN 18104, und sollte nur mit Produkten erfolgen, die nach DIN oder VdS geprüft sind. Listen dieser Produkte können bei der Kriminalpolizeilichen Beratung angefordert werden. Wichtig hierbei ist auch die Montage. Ein gutes Schloss ist nur dann ein gutes Schloss, wenn es auch ausreichend fest am Element befestigt ist.

Schließen Sie beim Verlassen des Hauses oder der Wohnung immer Fenster und Türen ab.

Auch nachts, wenn man zu Hause ist, sollten alle Fenster geschlossen, die Rollläden heruntergelassen und die Haustür abgeschlossen werden.

Nehmen Sie Einfluss auf den Entschluss des Täters. Erwecken Sie den Eindruck, dass Ihr Haus bewohnt ist, auch wenn Sie nicht zu Hause sind. Setzen Sie Schaltuhren zwischen Steckdose und Lampen oder auch zwischen Steckdose und Radio oder Fernseher.

Beobachten Sie ihr Wohnumfeld und sprechen Sie Fremde mit den Worten: "Kann ich Ihnen helfen" an, oder zeigen Sie sich dem Fremden und beobachten ihn. Der Täter fühlt sich entdeckt und verlässt die Örtlichkeit.

Verständigen Sie bei verdächtigen Beobachtungen immer die Polizei. Neben technischen Sicherungen sind gute nachbarschaftliche Beziehungen wichtige Voraussetzungen. Sprechen Sie sich mit ihren Nachbarn ab. Tauschen Sie die Telefonnummern aus. Informieren Sie sich auch gegenseitig über Abwesenheitszeiten.

Wichtig, immer wenn es um neue Fenster geht: Herkömmliche Fenster und Fenstertüren bieten keinen ausreichenden Schutz gegen Einbrecher. Daher gibt es zum Schutz vor Einbruch von unabhängigen Instituten geprüfte einbruchhemmende Fenster, nach denen sie ihren Handwerker gezielt fragen sollten.

Weitere Hinweise erfahren Sie von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Kommissariats Kriminalitätsprävention / Opferschutz bei der Kriminalpolizeilichen Beratung in Hürth. Lassen Sie sich kostenlos und neutral beraten, Tel.: 02233 / 52 - 4816 oder - 4817. Besuchen Sie uns auch im Internet: www.polizei-rhein-erft-kreis.de

Rückfragen bitte an:
Landrat Rhein-Erft-Kreis
Abteilung Gefahrenabwehr/Strafverfolgung
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