Polizeipressestelle Rhein-Erft-Kreis

POL-BM: Brühl «Ohne Licht läuft nichts»

      Erftkreis (ots) - Polizei, Stadt Brühl und Brühler Schulen
ziehen an einem Strang, wenn es um die Sicherheit von
Schülerinnen und Schülern geht, die ihren täglichen Weg zur
Schule mit dem Fahrrad zurücklegen. Gerade in der dunklen
Jahreszeit ist es besonders wichtig, dass das Licht am Fahrrad
funktioniert und den Vorschriften der
Straßenverkehrszulassungsordnung entspricht. Aus diesem Grund
führten die Bezirksbeamten der Polizeiwache Brühl gemeinsam mit
dem Mobilitätsbeauftragten der Stadt Brühl, Herrn Theo Jansen,
vom 07.11.00 bis 23.11.00 Fahrradkontrollen an den sieben
weiterführenden Schulen in Brühl durch. Heute Morgen
kontrollierten die Beamten der Polizeiwache Brühl gemeinsam mit
Herrn Theo Jansen und der Mobilitätsbeauftragten des
Max-Ernst-Gymnasiums, der Lehrerin Frau Gehrke, die Fahrräder
der Schülerinnen und Schüler dieser Schule.
    Klassenweise ging es ins Foyer, wo die Polizeibeamten
zusammen mit Herr Jansen die Fahrräder unter die Lupe nahmen. In
offenen Gesprächen wurden die Kinder und Jugendlichen auf die
gerade in dieser Jahreszeit hohen Unfallgefahren durch fehlende
Beleuchtung oder defekte Bremsen am Fahrrad aufmerksam gemacht.
Schülerinnen und Schüler mit einem verkehrssicheren Fahrrad
erhielten als «Dankeschön» eine kleine Überraschung von der
Stadt Brühl - heute war es ein Flickset.
    Notwendige kleinere Reparaturen wurden von einem Brühler
Fahrradhändler direkt vor Ort vorgenommen.
    Die Besitzer beanstandeter Fahrräder bekamen einen
Mängelzettel. Sie müssen ihr Fahrrad reparieren und in der
Schule dem Klassenlehrer oder der Klassenlehrerin vorstellen.
Ein Verwarnungsgeld oder eine Anzeige gab es heute nicht.
    «Die Kinder und Jugendlichen sollen mit dieser Aktion
erfahren und lernen, dass ein verkehrssicheres Fahrrad ganz
entscheidend zur eigenen Sicherheit im Straßenverkehr beiträgt
und Polizei, Stadt und Schule nicht in Oberlehrermanier mit
erhobenem Zeigefinger sanktionieren wollen», so
Polizeihauptkommissar Karl-Heinz Menzel.
    Am Max-Ernst-Gymnasium kontrollierten die Beamten heute 105
Fahrräder. 52 waren in Ordnung, an 46 war das Licht und an 8
waren die Bremsen defekt. 29 Fahrräder wiesen andere Mängel, wie
beispielsweise fehlende Reflektoren auf.
    Insgesamt wurden an den weiterführenden Schulen Brühls 384
Fahrräder kontrolliert. 121 Räder waren in Ordnung, an 197
Fahrrädern war das Licht defekt, 75 wiesen defekte Bremsen auf
und in 159 Fällen waren andere Defekte Anlass für
Beanstandungen.

    Hier noch einmal zusammengefasst die erforderliche Ausstattung eines Fahrrades:

    Zur Beleuchtungseinrichtung gehört zwingend eine Lichtmaschine (Dynamo) mit Scheinwerfer und Rückleuchte – Batterie betriebene Lampen reichen nicht aus!     Am Vorder- und Hinterrad müssen sich jeweils zwei seitliche Reflektoren oder ein reflektierender Ring am Reifen befinden.     Vorne in Fahrtrichtung muss ein weißer und am Heck des Fahrrades ein roter Reflektor angebracht sein An den Pedalen müssen sich gelbe Reflektoren befinden.     Jedes Fahrrad muss mit zwei unabhängig voneinander wirkenden Bremsen ausgestattet sein Am Fahrrad muss eine hell klingende Glocke angebracht sein.

    Jeder Verkehrsteilnehmer weiß, dass das Fahren ohne Beleuchtung bei hereinbrechender Dunkelheit, besonders bei Regen, erhebliche Unfallgefahren birgt.     «Sehen und gesehen werden» sind gerade in der dunklen Jahreszeit besonders wichtig. An dieser Stelle sei auch an die Vorbildfunktion erwachsener Verkehrsteilnehmer, insbesondere an die tragenden Rolle der Eltern, erinnert. Erwachsene müssen ein Vorbild sein. Deshalb lassen sie ihr Kind nur mit einem verkehrssicheren Fahrrad in den Straßenverkehr, nehmen sie sich die Zeit für notwendige Reparaturen und fahren sie mit ihrem Kind einmal den Schulweg ab.

    In den nächsten Wochen werden die Polizeibeamten der Polizeiwache Brühl verstärkt Fahrradkontrollen an stark frequentierten Orten im Straßenverkehr durchführen und dann auch Beanstandungen gegebenenfalls mit einem Verwarngeld oder einer Ordnungswidrigkeitenanzeige ahnden und die Eltern benachrichtigen.

ots-Originaltext: Polizeipressestelle Bergheim

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