Polizeipressestelle Rhein-Erft-Kreis

POL-REK: Rauschgiftfund nach Kindesentziehung - Kerpen

Kerpen (ots) - Mit einem spektakulären Fall von Kindesentziehung beschäftigte sich am vergangenen Wochenende die Polizei im Rhein-Erft-Kreis. Ein 22-jähriger Mann aus Kerpen steht im Verdacht, sein einjähriges Kind gewaltsam aus der Obhut der Mutter in Belgien genommen zu haben. Polizisten fanden das Kind in einer Wohnung in Kerpen und stießen auf mehr als drei Kilogramm Marihuana.

Am Freitagabend (25. Januar) soll der 22-Jährige in Begleitung seiner 42 und 46 Jahre alten Eltern bei der Mutter des Kindes in Antwerpen aufgetaucht sein. Gewaltsam bemächtigte er sich des Kindes und brachte es zu Verwandten nach Kerpen. Die Mutter des Kindes erlitt durch die Auseinandersetzung schwere Verletzungen. Der 22-Jährige sollte nach den Ermittlungen der zuständigen Polizei in Belgien im Besitz einer Schusswaffe gewesen sein. Noch bevor die Polizei im Rhein-Erft-Kreis den 22-Jährigen in seiner Wohnung festnehmen konnte, stellten er und seine Eltern sich am Samstag auf der Polizeiwache Kerpen. Polizisten fanden das Kind wohlbehalten in der Wohnung der Verwandten. Es wurde in die Obhut des Jugendamtes gegeben. In der Wohnung der Verwandten stießen die Ermittler auf mehr als drei Kilogramm Marihuana, eine Feinwaage und einen vierstelligen Eurobetrag. Sie nahmen die beiden 24-jährigen Wohnungsinhaber vorläufig fest und beschlagnahmten die gefundenen Gegenstände. Der Haftrichter schickte beide in Untersuchungshaft. Gegen den 22-jährige Kerpener liegt ein internationaler Haftbefehl vor. Er soll heute auf Antrag der belgischen Justiz in Auslieferungshaft genommen werden. Seine Eltern wurden entlassen. Eine Schusswaffe konnte nicht sichergestellt werden.

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